Aronia

 
 
 

Eine Bereicherung unserer Wiesen

Aronia (Aronia melanocarpa), ein bis zu zwei Meter hoher Busch stammt aus Nordamerika und blüht im Mai, kurz nach dem erscheinen der Blätter. Die kleinen weißen Blüten als Dolder ähneln der Apfel- oder Kirschenblüte. Auch Apfelbeere genannt, weil sie botanisch zu den Rosengewächsen (Rosaceae) gehört.

Die Beeren können je nach Standort ab Mitte August geerntet werden und haben gut einen Zentimeter Durchmesser. Die Aronia ist eine sehr widerstandsfähige Pflanze und trotz auch der Kälte. Während Jahrmillionen musste sie, extreme Witterungseinflüssen, Umwelt-bedingungen und mehrere Eiszeiten durch – und überstehen. Diese Wiederstandkraft spiegelt sich in den Beeren. Die dunkelvioletten bis schwarzen Beeren enthalten soviel Anthocyane wie Holunder aber mehr als das zwanzigfache an Procyanidinen (OPC’s), das heißt, sie ist eine der Beeren mit der größten antioxydativen Kraft.

Im Herbst verfärben sich die Blätter in eine kräftige rote Herbstpracht. Auf userem Bio-Hof werden die Aronia von Hand gepflückt und schonend getrocknet mit viel Liebe.

Die Indianerbeere

Auch Indianerbeere genannt, weil sie schon von den Indianern genutzt wurde. Kranke Stammesmitglieder wurden in die Aronia-Sträucher geschickt um sich gesund zu essen. Oder die Beeren wurden mit Trockenfleisch und Fett  zu einem schmackhaften Mix in Riegelform für Reiseproviant und Winternahrung verarbeitet, die ein guter Energie- und Vitaminlieferant waren. Schamanen oder Medizinmänner heilen nach wie vor verschieden Verletzungen und Krankheiten mit Fruchtbrei oder Beerensäften mit Auflagen oder Umschlägen um Heilungsprozesse zu verkürzen.

In Europa wurde sie erst ab 1946 in der damaligen UdSSR offiziell als Obst- und Zierpflanze anerkannt. Sie wurde auch schon für Herz-Kreislaufbeschwerden und Magen-Darmerkrankungen eingesetzt und in den 70ger Jahren offiziell zur Heilpflanze erklärt. In der ehemalige Sowjetunion wurde über die Aronia-Beere viel geforscht. Sie wird auch bei Durchblutungsstörungen, Kinderkrankheiten, Leber- und Gallenerkrankungen, verschiedenen Formen von Allergien und Hauterkrankungen und darüber hinaus auch bei radioaktiven Strahlenschäden eingesetzt. In Deutschland wird die Erforschung der Aronia an verschiedenen Universitäten unterstützt, im speziellen an der Berliner Universität in Potsdam ab 2006 unter Prof. Dr. Kulling. Sie kümmerte sich um die Erforschung der Procyanidine, den Pflanzenbegleitstoffen und deren Verstoffwechselung im Darm.

 

Die Antioxidantien und die freien Radikalen

Freie Radikale sind beschädigte Sauerstoffmoleküle, durch UV-Strahlen, rauchen, Umweltbelastung, Stress und ganz einfach auch dadurch dass wir essen und atmen. Durch Oxidation kann das Molekül eines der acht Elektronen verlieren und wird zu einem freien Radikal. Dieses freie Radikal  sucht zum Ausgleich ein neues Elektron. Dies kann zu einer Kettenreaktion führen und mehr freie Radikale produzieren, wenn dieses Elektron von einem guten Molekül „gestohlen“ wird.

Dies kann zur Schädigung der DNA und zu einer Verlangsamung der Zellerneuerung führen. Dadurch wird die Alterung beschleunigt, auch sichtbar an der Haut.

Die Antioxidantien haben überzähliger Elektronen die sie an freie Radikale abgeben können. Somit werden diese neutralisiert und arbeiten normal weiter.

 

Die drei Gruppen von Antioxidantien

  • Vitamine :
  • wasserlöslich : H, C, B1, B2, B6, B9, B12, Niacin, Folsäure
  • Fettlöslich : Provitamine A, E, K
  • Mineralien und Spurenelemente : Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Mangan, Jod, Zink, Selen, ...
  • Pflanzenbegleitstoffe (Sekundäre - Pflanzenstoffe) : in naturbelassener pflanzlicher Biokost, die Polyphenole, OPC, Anthocyane, die verschiedenen Pigmentfarben von Früchten und Gemüse, Carotinoide, Glucosinolate,  Isoflavonoide, Phytosteriene, ...

Die dunkelpigmentierten Beeren und Früchte enthalten verschiedene Polyphenole zu ihrem Schutz die auch auf unsere Gesundheit eine positive Auswirkung haben können.

 

Zusammenfassend

Eine genügende Aufnahme von Vitaminen und Antioxidantien (Anthocyanen) aus Pflanzenbegleitstoffen kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken, stärkt das Immunsystem und kann vor vielen Zivilisationskrankheiten schützen.

Um den Bedarf an Antioxidantien zu decken werden täglich etwa 20 Aronia-Beeren empfohlen.